Klassische Haarentfernungssysteme, ob Laser, IPL, LEO-Tech u.a, sind hoch entwickelt, meist ausgewogen kalibriert, arbeiten mit Einzelpulsen und haben eine ziemlich hohe Effizienz. Sie sind bei der dauerhaften Harrentfernung auf das Ziel Melanin ausgerichtet, das Pigment des Haares, welches die Energie absorbiert, die Papille kurzzeitig auf 70°C erhitzt und so zerstört. Nachteilig wirken sich hier jedoch die Nebenwirkungen aus. Die Haut ist ebenfalls melaninhaltig und nimmt somit Energie auf. Werden die Behandlungsparameter nicht sorgfältig genug auf Haut- und Haarfarbe des Patienten abgestimmt, kann es zu Verbrennungen und unschönen Vernarbungen kommen. In den meisten Fällen ist viel Behandlungserfahrung nötig, um die korrekten Parameter für jede individuelle Indikation definieren zu können.
Die SHR-Technologie zielt nur peripher auf das Melanin. Ihr Ziel sind vornehmlich die Stammzellen die neue Haare produzieren. SHR arbeitet mit niedriger Fluenz aber hoher optischer Energie und multiplen Pulsen mit schneller Wiederholungsrate von 10 Hz. Diese neue Technologie ermöglicht eine Behandlung in Bewegung, d.h. Sie gleiten mit dem Handstück über das Behandlungsareal, es wird erwärmt, die Saphir-Kontaktkühlung schützt die Epidermis. Leichter Druck beim Aufsetzen des Handstücks bringt die benötigte Kompression um etwaige Gewebsflüssigkeiten und Blut, die nicht erhitzt werden sollen, aus dem Behandlungsareal fernzuhalten.
Dies und die neue „Gleittechnik“ In Motion stellt einen Durchbruch in der Dauerhaften Haarentfernung mit Licht dar, da das wie bei den bisher bekannten Pulslicht IPL und Lasergeräten allgemein bekannte „Puls für Puls Schuss Verfahren“ mit den damit verbundenen unerwünschten Nebeneffekten (Schachbrett, Zeit) unnötig wird.
Das präzise Aufsetzen des Handstücks wie bei der Einzelpulsbehandlung entfällt.
Zielchromophor ist das Protein der Stammzellen. Somit können auch dunkle Hauttypen und pigmentarme feine Haare erfolgreich behandelt werden!
Des Weiteren ist eine Behandlung auch oder gerade während der Telogenphase sinnvoll, da sich in dieser Zeit die Stammzellen neu auf Wachstum ausrichten.
Bereits aus der Ernährung wissen wir, dass Proteine ihre lebendigen und Leben spendenden Eigenschaften verlieren, wenn sie über 43°C erhitzt werden. Die SHR-Technologie ermöglicht eine gleichmäßige Erwärmung des Behandlungsareals auf 45°C, wobei das Umgebungsgewebe als Energiereservoire dient, die Temperatur der Haarpapillen und deren Stammzellen also auch vom Umgebungsgewebe gehalten wird. Nach Ausführung von 6-8 Durchgängen, vertikal und horizontal über das Behandlungsareal, bilden sich meist perifolikuläre Ödeme, die den Erfolg der Behandlung anzeigen. Die Stammzellen wurden ausgeschaltet.
Die Wahl des Zielchromophors lässt nun den Schluss zu, dass die Wachstumsphasen des Haares ihre Bedeutung für den Zyklus der Folgebehandlungen verloren haben. Stammzellen gibt es schließlich auch in der Telogenphase.
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